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Die Kanaren und der Tauchsport

Viele Kanarenurlauber haben konkrete Ziele: Erholen, Essen, braun und dick werden. Vielleicht zwischendurch einmal einen kleinen Ausflug auf dem Land. Wer hingegen danach strebt, seinen Körper nicht nur als Zwischenspeicher für Speis und Trank zu nutzen, sondern mit kräftigen Beinschlägen in andere Welten abtauchen will, der wird auf den Kanaren ebenfalls glücklich.

Tauchen

Foto: Thomas Brenner

Bevor das Erlebnis aber beginnen kann, sollte man sich bei der Suche nach einem Veranstalter gut umsehen. Es gibt viele schwarze Schafe unter den Tauchschulen/-centern, die nicht den Sicherheitsauflagen gerecht werden, die in dieser Region seit 2006 gelten. Für alle Taucher gilt also, sich zu überlegen, ob man im Urlaub beim ohnehin nicht ungefährlichen Sport ein zusätzliches Risiko eingehen möchte. Ohne Grund sind sicherlich keine Autorisierungen vorenthalten worden. Informationen zu den legalen Dive-Centern gibt es auf der Seite der Gobierno de Canarias (auf spanisch).

Yellow Snapper

Foto: mattk1979

Ich beschreibe das ganze hier so lang und breit, weil auf den Kanaren strenge Gesetze herrschen, die das Tauchen nur mit einer offiziellen Lizenz erlauben. Alles andere wäre eine Straftat, die mit ca 600€ geahndet wird. Legale Tauchschulen haben eine “Flatrate” für alle ihre Gäste gekauft, illegale natürlich nicht. Für diese Tauchgenehmigung braucht das Dive-Center (wenn schon vorhanden) euren Tauchpass, eine ärztliche Bescheinung der physischen Voraussetzungen und eine Versicherung (Unfall- und Haftpflicht). Des Weiteren ist ein Logbuch gerne gesehen. Natürlich ist die Lizenz auch für Einzelpersonen direkt beim zuständigen Amt beantragbar – Die Ausstellung dauert aber und die Sprache stellt auch ein Hindernis dar.

Wenn man dann den ganzen Papierkram erledigt hat, kann man endlich genießen, wofür man angereist ist: Das ganzjährig angenehm warme Wasser des Atlantik lädt zum Abtauchen ein. Unterwasser lassen sich viele verschiedene Fischschwärme blicken. Empfehlenswert ist ein Tauchplatz vor Puerto Rico (nicht der Staat in der Karibik, sondern eine Stadt), der in 18 Metern Tiefe zwei Schiffswracks bietet. Hier sind große Schwärme der Yellow Snapper, Stachelrochen  oder Muränen zu sehen. Wer Glück hat, trifft sogar auf einen Barakkuda (Nur nicht zu nah bitte :-) ). Ein echtes Glückskind ist, wer das U-Boot zu sehen bekommt, das in Puerto Mogan stationiert ist und sich ab und an blicken lässt. Eine einmalige Erfahrung.

U-Boot

Foto: dorothyhess18

Kanarienvogel in Allgemein on September 06 2010 » 0 comments
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